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Antriebswellenmanschetten einbauen

Wisst Ihr wie man neue Antriebsmanschetten beim Montecarlo einbaut? Klingt einfach, aber man kann auch hier Fehler machen. Die Manschetten der Getriebeseite ist beim Beta und beim Montecarlo die Gleiche.

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Der Lancia Montecarlo hat eine rechte, lange Antriebswelle und eine kurze linke Antriebswelle. Die Gelenke sind Getriebe- und Achsseitig gleich. Beim Beta sind die Gelenke getriebeseitig gleich mit dem vom Montecarlo, aber achsseitig unterschiedlich. Hier könnt Ihr die lange Antriebswelle sehen. Frisch entfettet und lackiert, aber ohne Antriebswellenmanschette. Diese will ich jetzt einbauen!

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Diese Gelenke sind mit einem Seegering auf der Antriebswelle gesichert. Das Gelenk läßt sich komplett zerlegen, dabei fallen die Kugel heraus, also aufpassen. Ich habe die Gelenke zerlegt und die Kugeln und Laufbahnen vom alten Fett befreit. Dabei kontrolliert man die Kugeln und Laufbahnen auf Einlaufspuren oder Flächenbildung der Kugeln. Für das Zusammenbauen ist aber viel Geschick und Geduld notwendig. Ihr könnt Euch dies etwas vorstellen, wie das Spielen mit dem Zauberwürfel. Es ist aber wichtig, das alte, ausgehärtete Fett aus den Laufbahnen zu beseitigen.

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Im neuen Antriebswellenmanschetten Set befindet sich auch noch Graphitfett und zwei Spannringe! Bevor Ihr mit dieser Arbeit anfängt, zieht Euch ein paar Einweghandschuhe an, ansonsten bekommt Ihr rabenschwarze Hände!

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Der Seegering und das Gelenk ist von der Welle entfernt!

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Jetzt schmiere ich die Welle mit dem Fett ein. So flutscht die Manschette besser über die Welle.

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So sieht es richtig gut aus: Da flutscht die Manschette schön über die Welle!

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Bevor aber die Manschette montiert wird, müssen die Spannringe über die Welle gelegt werden. Nachher könnt Ihr die Ringe nicht mehr über das Gelenk oder über die Manschette ziehen!

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Jetzt die Manschette über die Welle ziehen. Mit einem kleinen Schraubendreher könnt Ihr etwas nachhelfen. Aber Vorsicht! Wenn Ihr mit dem Schraubendreher abrutscht könnt Ihr ein Loch in die Manschette stossen. Dann könnt Ihr diese entsorgen!

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Mit dem Seitenschneider könnt Ihr den Spannring spannen. Der Spannring läßt sich vor dem Spannen noch etwas enger ziehen. Er ist verstellbar!

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In das Gelenk wird manschettenseitig Fett aufgefüllt!

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Bevor das Gelenk montiert wird, muss die Unterlegscheibe auf die Welle gesteckt werden. Dabei muss die Tellerform zum Gelenk zeigen, ansonsten passt der Seegering nicht mehr zum Sichern auf die Welle!

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So ist es richtig!

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Die Antriebswellenmanschette wird jetzt mit dem Graphitfett aufgefüllt!

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Die Manschette wird über das Gelenk gezogen!

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So steckt die Manschette richtig auf dem Gelenk!

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Den Spannring so verstellen, das er schon etwas Vorspannung hat. Schaut auch drauf, das die Spannwulst nicht direkt über ein Loch des Gelenkes positioniert ist, sondern dazwischen. Diese Wulst stört später beim Festschrauben!

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Mit dem Seitenschneider wird die Wulst am Spannring zusammengezogen!

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Jetzt wird das Gelenk mit dem Seegering gesichert!

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Wichtig! Der Seegering muss richtig in der Wellennut eingelegt sein. Mit einem Stemmmeißel und einem kleinen Hammer helfe ich etwas nach! Läßt sich der Seegering mit einem Schraubendreher in der Nut drehen, ist dieser richtig eingelegt.

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Die Oberseite des Gelenkes wird mit Fett aufgefüllt!

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Das ist die Achsseite!

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Und das die Getriebeseite!

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Der Getriebeflansch wird mit Fett aufgefüllt!

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Und die Achsseite wird mit Fett aufgefüllt!

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Jeweils auf jede Seite der Antriebswelle wird eine Imbusschraube, mit Unterlegplatte, eingeschoben!

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Beim Montecarlo spielt die Richtung der Antriebswelle keine Rolle. Beide Seiten passen!

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Mit der Imbusschraube sichert man die Welle am Achsflansch, nur durch loses hineinstecken!

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Und jetzt wird die Welle getriebeseitig vormontiert. Der Flansch des Gelenkes läßt sich etwas nach hinten schieben und ermöglicht so, die Montage zwischen der Getriebe- und der Achsseite. Mit einer Imbusschraube wird die Welle auch hier gesichert!

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Und so sieht die Antriebswelle eingelegt aus!

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Und das ist die linke, kurze Antriebswelle! Jetzt nur noch die restlichen Imbusschrauben einführen und mit selbstsicherten Muttern festgeschraubt!

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Und jetzt noch zu einem typischen Montecarlo Problem! Die rechte Antriebswelle ist die Längere! Diese ist höheren Kräften ausgesetzt und die Folge ist, das sich die Mutter des Antriebsflansches löst und dann eiert die Antriebswelle und macht Geräusche! War zumindest bei mir so!

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Der Flansch hat eine Verzahnung und dieser wird einfach auf die Getriebewelle aufgesteckt!

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Und dann mit einer Mutter gesichert!

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Die Mutter wird festgezogen und dann wird der Bund mit einem Dorn in die Nut der Welle geschlagen. Dadurch wird die Mutter gesichert! Zum Testen, ob Eure Mutter noch fest ist, einfach mal den Getriebebund mit der Antriebswelle anfassen und versuchen, ob er Spiel nach oben und unten hat. Ist dies der Fall, dann müßt Ihr die Mutter nachziehen!

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