[Lancia-Beta-Bastler]
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Lancia-Beta-Bastler

Teil 13: Die neuen Wasserrohre für die Kühlung, Heizung und für den Turbo!

Ich glaube jetzt habe ich ein kleines Problem mit den Wasserrohren für die Kühlung. Da ich den Unterboden, vorne, verändert habe, müssen natürlich die Rohre anders verlegt werden. Aber das war nicht das einzige Problem. Es tauchten immer mehr Probleme auf, die ich beseitigen mußte. Das Problem, wurde vom kleinem zum Großen. Dann schaut mal zu und genießt es, nur das Zuschauen und nicht das Schrauben!

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Der Montecarlo hat über 4m lange Wasserrohre und ein Kühlvolumen von 14 Litern. Warum? Ist doch klar, Kühler vorne und Motor hinten. Ich beginne von hinten im Motorraum. Das ist der Anfang der Wasserrohre. Einmal Vorlauf des heißen Kühlwassers nach vorne und einmal Rücklauf des gekühlten Wassers wieder zum Motor. Beide Rohrenden befinden sich rechts hinten für das Thermostat und für die Wasserpumpe.

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Die Rohre verlaufen vom oberen Motorraum nach unten.

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Dann seitlich weiter am Unterboden entlang.

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Genau neben dem Lüftungskanal. Dieser Kanal versorgt durch das Haifischmaul in der Frontstossstange den Motor mit kalter Luft, während der Fahrt.

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So, und nun beginnt das erste Problem. Die Rohrbiegungen sind so gebogen, das diese sich dem alten Unterboden angepaßt haben. Dadurch, das ich aber den Kofferraumboden, wegen des Tankumbaus, tiefergelegt habe, stehen jetzt die Rohre weit vom Unterboden weg.

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Die Rohrenden, mit den Schläuchen, passen auch nicht mehr an den Kühler. Und jetzt?

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Da fehlt ein Stück, bis zum Kühleranschluss.

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Schnitt markiert und mit der Flex erstmal die unnötigen Biegungen abgetrennt.

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Okay, die sind jetzt ab. Ob ich diese noch einmal verwenden kann?

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Ein sauberer Schnitt. So legen sich die Rohre wieder gut an den Unterboden an. Das ist nun eine gute Ausgangsbasis zum Neuverlegen.

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Ja, so könnte es doch funktionieren.

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Der Weg ist nicht mehr so weit, zum Anschluss an den Hauptstrang.

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Etwas Schlauch aus meinem unerschöpflichen Lager und schon habe ich die erste Verbindung hergestellt!

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Nun wird das zweite Rohr mit den Resten der alten Biegungen verlegt. Übrigens, Ihr könnt doch rechts den Rohrhalter sehen. Diesen habe ich an den neuen Unterboden mit Blechschrauben montiert. Leider habe ich beim Bohren vergessen, das sich darüber der neue, alte Tank befindet und schon hatte ich ein schönes Ablaufloch im Tank. Der Monte Tank ist aus Stahl und läßt sich dadurch gut schweißen. Also kein großes Problem.

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Und hier auch etwas Schlauch und fertig ist auch dieser Anschluß.

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Jawohl, das sieht doch ganz gut aus, aber halt mal. Da stimmt doch etwas nicht! Das linke Rohr ragt genau in Verlauf des Lüftungschachtes. Zwischen der Stossstange mit dem Haifischmaul,wird noch eine Kunstoffverbindung von Stossstange zum Lüftungsschacht montiert und dort ist das Rohr verlegt. Das geht so nicht!

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So ist es schon viel besser!

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Das linke Rohr befindet sich nun neben dem Lüftungsschaft und verläuft nach dem Unterboden etwas nach oben und dann erst quer. So kann das Kunststoffstück des Lüftungsschachtes montiert werden, ohne das ein Wasserrohr stört!

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Nun folgt das nächste Problem! Hier ein Kühlwasserplan vom Thema Turbo. Beim Thema befindet sich das Thermostat nicht, wie beim Monte auf der rechten Seite, sondern auf der linken. Das heißt, daß das Vorlaufrohr, vom  heißen Kühlwasser links montiert werden muss. Zudem läuft das heiße Kühlwasser von oben in den Kühler und diese obere Anschluß hat der Montekühler auf der rechten Seite. Ich muss also das rechte Kühlwasserrohr so drehen, das es links zum Thermostat führt. Etwas kompliziert, oder?

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Also nochmals! Das rechte Rohr ist der Vorlauf des heißen Kühlwassers, das linke Rohr bringt das gekühlte Wasser zum Motor zurück. Und jetzt?

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Ganz einfach! Das rechte Rohr wird einfach gedreht und zum Thermostat geführt und das linke bleibt wie es ist! Problem gelöst!

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Noch einen neuen Halter gebaut und gleich ans Thermostat angeschlossen, paßt!

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Sieht zwar etwas komisch aus, das Ganze über Kreuz, aber es funktioniert!

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Ja, was ist denn das? Das ist der Heizungskasten, vom Innenraum. Der sieht auch nicht mehr so gesund aus, mal sehen wie dieser innen aus sieht!

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Das Heizungsventil ist auch schon ganz zerfressen. Innen wird es bestimmt nicht besser aussehen.

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Einfach, seitlich, die Klammern mit dem Schraubenzieher entfernen und das Ganze dann aufklappen.

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Auf der rechten Seite der Lüftermotor mit den Lüfterwalzen und oben ist etwas Moos auch schon zu sehen. Auf der linken Seite befindet sich die Lüfterklappe und darunter der Heizungskühler.

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Aha, da ist er schon, der Heizungskühler.

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Na ja, so gut sieht er nicht mehr aus.

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Der Schlauchstutzen des Heizungsventil ist schon total weg gefressen. Dieser ist nicht mehr zu reparieren.

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Auch innen nicht viel besser, total verschlammt!

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Na und von was kommt so eine Verschlammung? Da wurde an der falschen Stelle gespart. Wie gesagt, der Monte hat ein Kühlsystem mit 14 Liter Inhalt. Da muss man mindestens 5 - 7 Liter Frostschutzmittel investieren, da bleibt dann auch das Kühlsystem sauber und rostet auch nicht.

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Wie reinigt man so einen verdreckten Wärmetauscher. Ich reinige schon immer Kühlsysteme mit Essigreiniger vom ALDI Supermarkt und das hat auch bei diesen Kühler funktioniert.

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Dieses Heizungsventil ist ablegereif, zu gut deutsch, ich schmeiß es weg!

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So, das sind die Heizungsrohre, die über den oberen Mittelkanal vom Motorraum in den Innenraum verlaufen.Mal sehen, ob ich diese mit meinem Essigreiniger frei bekomme.

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Eine Schlauchverbindung montiert. So kann ich vom Motorraum die Leitungen gut durchspülen.

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BIMS Essigreiniger, das Wundermittel aus dem ALDI (etwas Reklame ist doch erlaubt). Die Rohrleitungen mit Schläuchen verlängert und dann das Wundermittel, Mithilfe eines Trichters auf der einen Seite eingefüllt. Hm? Auf der anderen Seite kommt aber nichts raus?

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Im Innenraum stinkt es plötzlich nach Essig und siehe da, mein Essigreiniger läuft an verschiedenen Stellen aus den Rohrleitungen. Mist, die Rohre sind hinüber. Halterungen aufgebohrt und die Leitungen durch den Motorraum ausgebaut.

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Mist! Dadurch das der Motor eingebaut ist, lassen sich die Rohre nicht, ohne diese zu verbiegen, ausbauen. Ist aber so wieso egal. Diese Rohre sind hinüber.

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Ganz schön eng! Aber durch das Verbiegen der Heizungsrohre läßt sich auch dieses Problem lösen.

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Na so etwas, die Rohre sind total verrottet. Da haben die in England bestimmt überhaupt kein Frostschutzmittel eingefüllt.

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Das hier auch dünne Stahlrohre von Lancia verwendet worden sind, ohne diese zu beschichten ist eigentlich auch ein Konstruktionsfehler. Aber es war damals bestimmt billig. So lange sollten die Autos so wieso nicht halten.

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Die Rohre sind an den Halterungen eingerissen und dort lief auch mein Essigreiniger aus. Bei diesen Verkrustungen ist auch mein Spezialreiniger hilflos.

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Hier kann man den Riss sehr schön erkennen und dieser stammte nicht vom ausbauen.

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Aber jetzt wird repariert oder besser gesagt neu angefertigt. Ganz oben das Heizungsrohr vom englischen Montecarlo und darunter von meinem restaurierten Monte. Ja, auch bei diesem war das Heizungsrohr hinüber, auch ich habe damals in meinem jugendlichen Leichtsinn am Frostschutzmittel gespart. Bei der ersten Restauration habe ich diese Rohre durch Kupferrohre ersetzt und diese funktionieren, besser gesagt, sie sind immer noch dicht. Also auch hier war ein Baumarktbesuch notwendig. Kupferrohr, Fittinge und Halterungen besorgt und neue Heizungsrohre angefertigt.

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Diese Plastikhalterungen sind nicht schlecht. Sie lassen sich gut in den Mitteltunnel der Karosserie montieren und dann werden nur noch die Rohre hinein gedrückt. Die alten Rohre waren in die Karosserie eingeschweißt und ein Ausbauen war nur durch Aufbohren der Punktschweißungen, der Halter, möglich.

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Schaut Euch mal genau das Bild an. Darauf könnt Ihr nicht nur die Heizungsrohre sehen, sondern auch einen Eimer. Der Inhalt war unser Weihnachtbaum 2008, den ich zum Auftauen in die Werkstatt gestellt habe.

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Na, die neuen Heizungsrohre sehen doch schon ganz gut aus. Aber warum habe ich in die Mitte eine Schlauchverbindung montiert? Sie erleichtern den Einbau, weil ich keine Lust habe, für den Einbau der Rohre, den Motor auszubauen.

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Die Plastikhalterungen haben in der Mitte eine Messingbuchse, mit M6 Gewinde. Dadurch braucht man nur noch ein Loch in den Mitteltunnel bohren und mit einer Schraube den Halter befestigen.

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Der Monte gewinnt immer mehr Wert, durch den Einbau dieser Edelmetalle.

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Diese Biegung muss sein, wegen der Handbremse. Der Handbremshebel befindet sich auch in diesen Mitteltunnel.

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Die neue Schlauchverbindung!

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Gut, dieses Problem währe dann auch gelöst, dann gehen Wir mal zum nächsten Problem!

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Hier ist der Eingang und der Ausgang der Heizungsrohre. Diese befinden sich im Motorraum, Richtung Vorderseite.

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Die Anschlüsse des Thema Motors sind aber auf der Rückseite, des Motorraumes. Wie soll ich nun eine Verbindung herstellen. Ich bräuchte dafür extrem lange Schläuche.

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Beim Thema Motor befindet sich der Heizungszulauf hinten, weil der Thema einen Frontmotor hat. Bei Monte befindet sich der Heizungskühler vor dem Motor. Ich muss also Wasserleitungen um den Motor, nach vorne, verlegen. Ist ziemlich umständlich. In die Hände gespuckt und los gehts!

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Ein paar Flacheisen an die Karosserie geschweißt und darauf Halter für dir neuen Wasserleitungen geschraubt. Die Wasserleitungen sind natürlich aus Kupfer, wie bei meiner Heizungsanlage im Haus. Die habe ich natürlich auch selbst installiert.

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Jetzt sollen die Leitungen seitlich, links, nach oben führen.

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Schön um den Motor aussen rum.

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Und jetzt wird gelötet und die neuen Leitungen in die Halter gesteckt. Oh, Mann, wird das Auto wertvoll!

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Kupferrohr läßt sich einfach schön biegen. Ihr müßt nur darauf achten, daß Ihr keine Kupferstangen nehmt, diese lassen sich nur durch ausglühen, biegen. Ihr müßt das Kupferrohr im Ring benutzen, daß läßt sich sehr schön verformen. Beim Kauf im Baumarkt hat die Verkäuferin gesagt, ich sollte mir doch lieber ein gerades Rohr kaufen und nicht so ein Verbogenes. Sie wußte dies auch nicht, das man Kupferstangen nicht gut biegen kann, sondern nur das Kupferrohr im Ring.

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Ah, schön verlegt. Von unten (dort sind die Anschlußrohre im Mitteltunnel vom Heizungskühler) quer nach oben, um den Motor verlegt.

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Und jetzt hinten auch wieder quer zur Mitte, bis kurz vor den Abgängen, vom Motor. Den Rest muss ich dann mit Schläuchen verbinden. Der Motor bewegt sich, wenn er mal läuft!

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Jetzt noch einmal ein Gesamtbild. Hier kann man es schön sehen, wie ich um den Motor, die Wasserrohre, für die Heizung, verlegen mußte. Nun folgt aber das nächste Problem!

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Der Turbolader hat auch eine Wasserkühlung. Gut zu sehen im Punkt 11. Der Lader bekommt das kühle Nass direkt vom Frontkühler und dieser ist beim Monte sehr weit vom Motor entfernt. Hm, ich könnte vom Kühlerrücklauf, der zum Motor das kalte Kühlwasser zurückführt, etwas abzweigen. Aber dann würde der Turbo das Wasser erwärmen und der Motor würde dann warmes Wasser bekommen. Ich denke, dadurch kann sich der Motor nicht mehr abkühlen und wird zu warm. Nochmals überlegen!

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Das ist am Turbolader der Kühlwassereingang.

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Und hier der Kühlwasserausgang.

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Nochmals beides zusammen. Links Kühlwassereingang und rechts hinten der Kühlwasserausgang.

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Meine Entscheidung ist getroffen. Ich mache es wie auf dem Plan vom Thema Turbo. Ich zapfe den Kühler an, aber wo? Die Kühlerablassschraube befindet sich genau an der richtigen Stelle. Hier müßte ich den Kühler anzapfen. Mal sehen ob das funktioniert!

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12 mm Kupferrohr aus meinem lieblings Baumarkt besorgt, mit ein paar Halterungen und dann geht’s los!

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Eine Messingverschraubung mit einem Stück Kupferrohr an die Stelle der Ablassschraube montiert und schon ist der Anfang gemacht!

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Der Weg nach hinten soll durch den Mitteltunnel führen. Dieser sieht aber sehr rostig aus und noch dazu sehr lang. Da muß ich mir gleich etwas einfallen lassen!

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Ich füge ein Servicefenster in den Lüftungstunnel ein.

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Da kann man mal sehen, wie rostig es in dem Kanal ist.

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So komme ich hervorragend in den Tunnel. Jetzt kann ich die Innenseite des Tunnels gut mit Rostumwandler, Farbkriechöl und Farbe bearbeiten. Natürlich läßt sich das Wasserrohr für den Turbo auch leichter montieren.

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Ein paar Flacheisen eingeschweißt, ein paar Gewindegeschnitten und das Fenster ist wieder in den Tunnel eingepaßt.

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Das Servicefenster ist jetzt jederzeit demontierbar.

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An die Rücklaufleitung der Heizung wird ein zusätzlicher Anschluß für den Rücklauf des Turbolader angelötet. Dieser führt, unabhängig von der Motorkühlung, das heiße Kühlwasser wieder direkt zurück zum Frontkühler.

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Vorne wird das 12 mm Kupferrohr an dem rechten Unterboden entlang geführt und mit einem Schlauch am Kühler verbunden.

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In der Nähe der rechten Achsaufnahme verläuft das Rohr zum Mitteltunnel.

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Über die Kühlwasserrohre.

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Die Rohrhalter lassen sich sehr gut an die Karosserie einschrauben und das Rohr läßt sich gut in die Halter montieren und demontieren.

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Das Gesamtrohr besteht aus 2 Teilen. Einmal das Rohr auf der rechten Unterbodenseite und das lange Rohr, das sich im Mitteltunnel befindet. Beide Rohre sind mit einem Stück Schlauch verbunden. So ist eine Demontage gut möglich. Wenn ich das Rohr in einem Stück gelötet hätte, währe ein Ausbau nicht mehr möglich gewesen.

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Dadurch, daß das Rohr durch den Lüftungskanal führt, wird das Wasser nochmals durch den Fahrtwind gekühlt. Ich denke auch, das die langen Rohrsysteme sich vorteilhaft für die Kühlung auswirkt, vielleicht sogar noch besser, wie beim Lancia Thema Turbo. Das werden Wir dann sehen, wenn der Monte einmal läuft!

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Jetzt noch eine Schlauchverbindung zwischen Zulaufleitung und Turboeingang montiert.

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Und Kühlwasserabgang des Turboladers an das Rücklaufrohr der Heizung montiert und fertig ist das Kühlsystem.

Kabelsalat, so wird das nächste Thema heißen. Zwei Steuergeräte, ein dicker, fetter Kabelstrang, aus dem Lancia Thema Turbo und ein maroder Kabelstrang aus dem Monte müßen Eins werden. Sollte mir dies gelingen, dann sollte die Turbomaschine die ersten Lebenzeichen von sich geben.